Die fehlenden Sprossen
Wenn KI die ersten Schritte übernimmt, verschwinden jene Aufgaben, an denen Anfänger zu Könnern werden.
Über KI und die Entwertung der Arbeit – und darüber, was vom Menschen bleibt, wenn Effizienz nicht mehr genügt.
Arbeit kann äußerlich bestehen bleiben und dennoch an innerer Tragkraft verlieren. Dieses Buch fragt, was das für Können, Urteil und Zugehörigkeit bedeutet.
Künstliche Intelligenz nimmt dem Menschen nicht nur Aufgaben ab. Sie verändert, was Erfahrung bedeutet, wie Urteilskraft entsteht und woran Menschen ihre Wirksamkeit erkennen. Der Wandel beginnt leise – lange bevor ganze Berufe verschwinden.
Eine ruhige, präzise Vermessung der Arbeitswelt im Übergang. Ohne Technikpanik und ohne die bequeme Gewissheit, jeder Fortschritt sei schon deshalb ein Gewinn.
Wenn KI die ersten Schritte übernimmt, verschwinden jene Aufgaben, an denen Anfänger zu Könnern werden.
Erfahrung ist mehr als abrufbares Wissen. Sie wächst aus Wiederholung, Irrtum, Reibung und Verantwortung.
Arbeit gibt Einkommen, aber auch Rolle, Rhythmus, Anerkennung und einen Ort in der Welt.
Technik muss sich daran messen lassen, ob Menschen wirksam, verantwortlich und zugehörig bleiben.
„Nicht jede Entlastung ist ein Gewinn. Manche Entlastung nimmt dem Menschen genau jene Erfahrung, aus der Urteil, Sicherheit und Selbstwirksamkeit entstehen.
„Sinn nach der Arbeit“ steht in einem größeren Denkzusammenhang. Die vorausgehenden Bücher und Projekte liefern Erfahrungen und Perspektiven, auf denen die neue Auseinandersetzung mit Arbeit, KI und menschlicher Selbstwirksamkeit aufbaut.